Hypnose im TV – Ansätze & Erklärungen …

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

nachdem mich jetzt doch einige Zuschriften bezüglich der gestern bei RTL im Rahmen der Sendung „Das Supertalent“ gezeigten Hypnose erreicht haben, möchte ich ein paar klärende „Schlagworte“ zu den Hauptfragen schreiben.

Einverständnis:
Eine Hypnose funktioniert dann, wenn man sich dazu bereit erklärt und dafür öffnet!

Willenlosigkeit:
Jemand der sich in einer hypnotischen Trance befindet ist weder Willenlos noch Bewusstlos.

Wissenschaftlichkeit:
Hypnose ist seit 2006 in Deutschland vom „Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie“ in der psychotherapeutischen Arbeit wissenschaftlich anerkannt. Seit 1958 übrigens in den USA.

Trance:
Der Zustand der Trance lässt sich am Besten mit dem Spielen eines Kindes im Sandkasten – versunken in der eigenen Gedanken- & Phantasiewelt – vergleichen. Aktiv wach oder im „Dämmerschlaf“.

Suggestionen:
Sprachliche (positive) Formulierungen, die Ihre Wirkung im Unterbewusstsein entfalten und das Bewusstsein auf seinem Weg zum Ziel unterstützen.

Händefalttest:
Suggestibilitätstest, um herauszufinden wer mehr oder weniger suggestibel ist. Dieser war gestern Schwerpunkt der Hypnose.

Nebenwirkungen:
Bei einer Hypnose, die wieder optimal aufgelöst wird entstehen in der Regel keinerlei Nebenwirkungen. Vergleichbar ist der Zustand nach einer Hypnose wie nach einem kleinen Mittagsschlaf.

Wissenslücken:
Eine Amnesie kann (muss aber nicht zwingend) für den Zeitraum der Hypnose auftreten. Dem kann aber mit Suggestionen entgegengewirkt werden.

Hypnotisierbarkeit:
In der praktischen Arbeit in meiner Therapiepraxis hatte ich bisher noch niemanden, der nicht hypnotisierbar war. Offenheit & Vertrauen bilden die Basis dafür. Kontraindikationen sind lediglich (akute) Psychosen und starke depressive Episoden, die unbedingt eine Therapie unter fachärztlicher Betreuung benötigen.

Einigen ging die Hypnose am gestrigen Abend zu lange und haben dadurch ein „Unwohlsein“ empfunden. So etwas vermeidet man in der Praxis mit einem persönlichen Vorgespräch und dem notwendigen Vertrauen in den Therapeuten. Therapie & Show sind zwei paar Stiefel!

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, so lassen Sie es mich wissen. Gerne stehe ich Ihren Kommentaren Rede & Antwort.

Viele Grüße
Rouven M. Siegler

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