Sportmentalcoaching – wie läuft das eigentlich ab?

Hallo liebe Leserinnen und Leser,
viele von Ihnen fragen sich vielleicht, wie so ein Sportmentalcoaching mit Profis vonstatten geht. Gerne helfe ich Ihnen zum richtigen Bild für ein gezieltes und lösungsorientiertes Coaching im Sportbereich.

Ein Coaching (egal in welchem Gebiet) basiert immer auf diesen Ebenen:

  • Unabhängig
  • Offenheit
  • Ehrlichkeit
  • Sympthie

UNABHÄNGIGKEIT
Der Klient entscheidet, wann, wie oft und wie lange die Zusammenarbeit stattfindet.  Die Kündigung kann jederzeit erfolgen und der Klient ist frei in seiner Entscheidung dem Coaching zu folgen. Ein professionelles Coaching macht unabhängig – nicht abhängig!

OFFENHEIT/EHRLICHKEIT
Nur wer wirklich bereit ist sich in einem Coaching dem Coach gegenüber zu ehrlich öffnen, der wird letztendlich Erfolg haben, da durch die Offenheit viel schneller und viel besser an die wichtigen Punkte herangekommen wird.

SYMPATHIE
Die Grundvoraussetzung für ein Coaching oder eine Therapie. Wenn diese nicht gegeben ist, dann wird auch die weitere Zusammenarbeit nicht erfolgreich sein.

Zu aller erst findet ein Gespräch (PREcoaching) statt, in dem die Ziele und Wünsche des Klienten in Bezug auf die Veränderung und das Coaching sowie die Realisierbarkeit erörtert werden.

Danach folgt Aufklärung die Aufklärung über diverse Zusammenhänge von Körper und Geist (psychologisches Hexagon). Diese  sind für das weitere Verständnis der Materie sehr wichtig für den Klienten. Dazu gehören Gedankenmuster, Ressourcenverfügbarkeit, MUSS-/DARF-Denken, Gedankeninhalt und -wirkung.

Eine IST-/SOLL-Analyse verschiedenster Ressourcen & Faktoren werden im Zielbezug ausgewertet und dienen im folgenden individuellen Coachingprozess als „Maß- & Richtschnur“. Denn wer seinen Zielhafen nicht kennt, für den ist kein Wind der richtige …

Die Methodenerklärung und -auswahl findet zusammen mit dem Klienten statt, der in Bezug der wissenschaftlichen Erklärung immer aufgeklärt wird – keine Anwendung ohne Aufklärung!

Mentalcoaching heißt in erster Linie sich Gedanken zu machen! Daraus ergeben sich auch die Methoden, die helfen, sich mit der gewünschten Problematik auseinander zu setzen.

Dazu gehören angepasste Anteile aus der Verhaltens- & Gesprächstherapie ebenso dazu wie auch die der klinischen Hypnose, um auch das Unterbewusstsein auf Zielkurs zu bringen. Wichtige ist dabei darauf zu achten, welche Methode zum Klienten und dem gewünschten Zielkurs passt, da jeder Mensch individuelle Ressourcen und Wünsche hat.

Ebenso wichtig ist das offene Ansprechen der Möglichkeiten und deren Grenzen! Dabei – so scheint es – ist es in gewissen Situationen möglich die bisherigen Grenzen zu sprengen. Dies hängt aber auch wieder mit verschiedensten Gegebenheiten zusammen, die das Gesamtleistungsbild formen. Dazu gehören Training, Ernährung, körperliche Substitution, Umfeld, Trainer, Familie, etc. – Mentalcoaching ist dabei nur ein kleiner – aber wichtiger – Teil! Lassen Sie es mich als „Flaschenöffner“ für die eigenen Ressourcen bezeichnen.

ABER: Ein Ausgleich für Defizite im körperlichen Training kann kein Mentaltraining der Welt ausgleichen!

Neuerdings tauchen immer wieder dubiose Angebote zur Leistungssteigerung auf. Leider gibt es hier keine Regularien, die dies verbieten – wie etwa im Gesundheitsbereich. Da scheint manchen Anbietern jedes Mittel recht zu sein – bis hin zur Esoterik …

Was einem hilft das eigene Potenzial zu entfalten, muss letztendlich jeder selbst für sich entscheiden. Wichtig ist nur, dass man sich dabei selbst bewusst ist und die eigene Unabhängigkeit gegenüber Personen oder Produkten wahrt. Was bringt einem der teure Talisman, wenn man seine eigene Leistung davon abhängig macht und ihn eventuell vor dem Wettkampf zu Haus vergisst? 

Ein Mentalcoaching, dass auf den eigenen Ressourcen aufbaut, das die Einstellung zu sich selbst ändert, das die Gedanken in die richtige Richtung lenkt, das selbstbewusst, kraftvoll und stark macht, das die innere Sicherheit und Ruhe vermittelt – das kann nur im eigenen Kopf stattfinden.

Zum großen Vorteil kann man diesen nicht vergessen, denn den eigenen Kopf hat man mit der notwendigen Selbstverantwortung immer dabei!

Viele Grüße
Euer
Rouven M. Siegler

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2 Responses to “Sportmentalcoaching – wie läuft das eigentlich ab?”

  1. Hallo Herr Siegler.
    Viele Fragen haben sie mit ihrem Bericht oben bereits beantwortet.

    Dennoch ein paar Fragen.
    Wie lange wird ein Sportler in seiner Laufbahn begleitet wenn er nicht vorzeitig kündigen sollte..bzw… wie Nachhaltig ist ein gut verlaufenes Coaching Programm.
    Kann man davon auch Jahre später noch profitieren, oder sollte man immer wieder neu ansetzen?
    beste Grüsse

  2. Sehr geehrter Herr Winterhalder,
    ein Sportmentalcoaching sieht sich ebenso als Training, wie auch das physische Training, das in der Regel nicht minimiert wird. Nur so ist es möglich auf laufende Veränderungen einzuwirken, um diese für den weiteren Verlauf positiv nutzen zu können.

    Die Nachhaltigkeit ergibt sich aus der Individualität und Einzigartigkeit sowie aus der Regelmäßigkeit, um diesen mentalen Anteil des Trainings immer optimal an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen.

    Sicherlich kann man durch die gelernten Basics auch Jahre später noch davon profitieren. Allerdings stehen diesem Wissensschatz auch immer wieder neue Erfahrungen, Siege und Niederlagen entgegen, welche uns als Menschen prägen und formen – jeden Tag aufs Neue. Ein unbefristetes, begleitendes Mentalcoaching wirkt diesem „Zerfall“ wirkungsvoll entgegen.

    Viele Grüße
    Rouven M. Siegler | http://www.innergaming.de

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