Unfassbar …

Fassungslos stehe ich manchen pauschalen Aussagen von einigen (Psycho-)Therapeuten zu ihren Patienten gegenüber :

„Ich sehe bei Ihnen keinen Handlungsbedarf“

Wer spürt mehr als der Patient selbst, dass ein Handlungsbedarf besteht? Was maßt sich der Therapeut gegenüber dem Patient mit dieser Aussage an? Ist es nicht so, dass einst der Patient mit seinem Anliegen im Vordergrund stand?

„Sie müssen den Job wechseln und sich eine Putzhilfe besorgen!“

Eine klare Ansage, aber ist es nicht der Patient, in dem die eigentliche Lösung schlummert? Hat der Therapeut das Recht, solche drastischen „Lösungswege“ vorzuschlagen? Ist es nicht so, dass der vor einem stehenden „Halbgott-in-weiß“ sich besser dadurch auszeichnen sollte, die besseren Fragen zu stellen um selbst die bessere Lösung zu finden?

Eine vorschnelle vermeintliche „Lösungsaussage“ des Therapeuten kann sich auch zum Nachteil des Patienten entwickeln – der Nocebo-Effekt (http://de.wikipedia.org/wiki/Nocebo-Effekt). Schnell dahin gesagtes mit langanhaltender Wirkung.

Seinen Sie versichert, dass Ihnen das bei mir nicht passiert, denn bei mir stehen Sie mit Ihrem Anliegen im Mittelpunkt. Ich nehme mir Zeit für Sie und Ihre Problemstellung, höre aufmerksam zu, mache mir Notizen und stelle zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Fragen.

Einfach gesagt:
Bei mir bekommen Sie nicht zu hören, dass Sie sich eine Putzhilfe beschaffen sollen!

Viele Grüße und ein schönes (heißes) Wochenende
Ihr
Rouven M. Siegler

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